Stentimplantation

Stentimplantation

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Wir führen eine Stentimplantation selbstständig durch. 99% aller Untersuchungen erfolgen über das Armgelenk.

Die koronare Herzkrankheit führt zu Verengungen oder Verschlüsse der Kranzgefäße. Nicht immer ist eine Operation erforderlich. Meistens kann heute ein sog. "Stent" -also eine Gefäßstütze aus einem Metallgeflecht - eingesetzt werden, die den Blutfluss im Kranzgefäß wieder herstellt und dauerhaft offen hält.

Die Blutversorgung des Herzmuskels erfolgt durch die sog. Herzkranzgefäße. In der Regel hat der Mensch 3 Kranzgefäße: die Rechte Kranzarterie, die überwiegend die hinteren Wandabschnitte und die rechte Herzkammer versorgt, die linke Kranzarterie, die in der Regel aus einem sog. Hauptstamm entspringt und sich dann in die Vorderwandarterie und die Seitenwandarterie aufteilt. Von diesen Ästen gehen wichtige Unteräste ab, die den eigentlichen Herzmuskel versorgen.

Ein verengtes oder verschlossenes Herzkranzgefäß kann mit einem Ballonkatheter wieder aufgedehnt werden (Ballonerweiterung). In ca. 20-30% der Fälle verengen sich die Gefäße nach einer Ballonerweiterung jedoch wieder. Um eine erneute Verengung zu verhindern, wird zusätzlich ein Stent in das betroffene Herzkranzgefäß eingesetzt.

Weiterentwickelte, mit medikamenten-freisetzende Stents setzen zusätzlich Medikamente frei, die verhindern können, dass das Blutgefäß sich erneut verengt. Mittlerweile werden auch s.g. bioresorbierbaren Stent eingesetzt, die das Gewebe nur vorübergehend stützen und sich langsam auflösen.

Bei der Stentimplantation wird über den Herzkatheter ein sehr feiner Draht in das Kranzgefäß eingelegt. Über diesen Draht wird ein Ballon-System, auf dass die Gefäßstütze montiert ist, bis zur Engstelle vorgeführt. Der Draht dient dabei als Schiene. Unter Röntgen-Durchleuchtung kann die exakte Position des Stents im Kranzgefäß dargestellt werden. Mittels Druckapplikation wird der Ballon in der Engstelle aufgedehnt. Dabei presst sich der Stent in das Gewebe und drückt dieses aus dem Gefäßinneren heraus. Nach dem Eingriff werden Draht und Ballon entfernt, der Stent verbleibt. Durch das nun wieder freie Gefäß kann das Blut wieder ungehindert fließen.

Der Stent hält das Kranzgefäß akut sicher offen. Damit dies auch so bleibt, ist eine spezielle medikamentöse Behandlung erforderlich. Nach einem Stent-Eingriff werden sogenannte Plättchen-Hemmer für 4 Wochen bei nicht-beschichteten Stents und für 12 Monate bei sog. beschichteten Stents als doppelte Therapie (meist Clopidogrel + Aspirin) verabreicht. Anschliessend genügt meist die Therapie mit Aspirin. Diese Medikamente sollen verhindern, dass sich auf der neuen Struktur Blutgerinnsel bilden. Der Stent wird von körpereigenen Zellen komplett verkleidet, so dass nach Abschluss dieses Prozesses keine Blutgerinnsel dort zu erwarten sind.

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