Laktatmessung

Laktatmessung

Die gängigen Testverfahren im Fitness- und Reha-Bereich mit dem Ziel der Beurteilung und Steuerung der Ausdauerleistungsfähigkeit beruhen auf der Ermittlung der Herzfrequenz unter Belastung – meist auf dem Fahrrad. Mit verschiedenen rechnerischen Verfahren oder Faustformeln wird versucht, auf den gesundheitlich wertvollen aeroben Trainingsbereich zu schließen. All diese Verfahren sind jedoch fehlerhaft, da die Dynamik der Herzfrequenz primär von der Genetik und der Änderung des Energiebedarfs im Muskel (Laktatverhalten) beeinflusst wird.

Mit keinem Testverfahren, welches nur die Herzfrequenz in Beziehung zur Leistung setzt, kann man diesen Bereich ermitteln. Nur mit Hilfe der Blutlaktatkonzentration bei körperlicher Belastung kann man auf die individuelle Stoffwechselsituation schließen. Und dies ist deshalb so wichtig, weil für milde aerobe (= dem arbeitenden Muskulatur steht ausreichend Sauerstoff zur Verfügung) Trainingsbelastung mit dem Ziel Kalorien in Form von Fetten zu verlieren oder/und positive Anpassungserscheinungen auszulösen, ganz bestimmte individuelle Laktatkonzentrationen einzuhalten sind. Diese entscheidet darüber, ob mehr Fette oder Kohlenhydrate für eine gegebene Trainingsbelastung verbraucht werde und wie hoch die optimale Herzfrequenz für das Cardio-/Fettstoffwechseltraining oder andere Trainingsziele liegt.

Dadurch gelingt es, die Qualität des Fettstoffwechsels und des immer höher belasteten Immunsystems zu verbessern, den zu hohen Blutdruck – oft in Verbindung mit Übergewicht – zu reduzieren und berufsinduzierten Stress durch trainingsbedingte „Vagotonie“ (beruhigende, ausgleichende, HF-absenkende Situation) abzufedern und sich allgemein „Besser zu fühlen“.

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