Knöchel-Arm-Index

Knöchel-Arm-Index

Mehrere Studien konnten einen deutlichen Zusammenhang zwischen der arteriellen Verschlusskrankheit und Herzkrankheit belegen. Die Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit haben eine dramatisch verkürzte Lebenserwartung, die mit den Krebspatienten vergleichbar ist. Dennoch ist diese Krankheit bislang unterdiagnostiziert, weil nur ein Drittel der betroffenen Patienten identifiziert wird. Die Krankheit wird, wie neuere Studien zeigen, auch nicht ausreichend therapiert. Mit der Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI, „ankle brachial index“) kann die arterielle Verschlusskrankheit als aussagekräftiger Marker für die generalisierte Atherosklerose einfach und zuverlässig diagnostiziert werden, auch wenn sie noch nicht symptomatisch ist. In vielen Fällen sind die Arterien zwar schon geschädigt, verusachen aber noch keine Schmerzen, die als "Schaufenster-Krankheit" bekannt ist.

Der Blutdruck an den Fußknöcheln und an den Armen wird im Rahmen einer einfachen und rasch durchführbaren Ultraschalluntersuchung gemessen. Mit der Sonographie wird der Blutfluss sichtbar. Zusätzlich erzeugt das Echo des Schalls einen Ton, mit dem der Arzt die Geschwindigkeit des Blutflusses genau beurteilen kann. Der berechnete ABI Quotient (Knöchel-Arm-Index) gibt eindeutige Hinweise: Ist der berechnete ABI Quotient stark erniedrigt, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gefäße in den Beinen geschädigt und es liegt eine arterielle Verschlußkrankheit vor. Weitere ärztliche Untersuchungen werden dann eingeleitet.

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