Herzkatheteruntersuchung

Herzkatheteruntersuchung

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Die Herzkatheteruntersuchung ist ein bewährtes Verfahren, das seit etwa 50 Jahren durchgeführt wird. Der technische Fortschritt hat es ermöglicht, dass es sich trotz der Komplexität und dem hohen technischen Niveau um eine risikoarme, zuverlässige Routineuntersuchung  für Diagnose und Behandlung eines großen Teils der Herzerkrankungen handelt. Es ist nach wie vor die einzige Methode, die den Zustand der Herzgefäße zuverlässig darstellen kann.

Oft entsteht unnötige Angst vor der Untersuchung, weil man nicht weiß, was einen dabei erwartet. Die Antworten auf die häufigsten hier gestellten Fragen sollen dazu beitragen, die Prozedur zu verstehen.

Unter dem Allgemeinbegriff „Herzkatheter“ versteht man eine Reihe verschiedener Verfahren, die bekanntesten sind der Linksherzkatheter („großer Katheter“) und der Rechtsherzkatheter („kleiner Katheter“). Andere Prozeduren, wie Myokardbiopsie, Belastungskatheter, elektrophysiologische Untersuchungen etc. werden an anderer Stelle erläutert.

Die häufigste Untersuchung ist der Linksherzkatheter. Er beschäftigt sich mit der linken Seite des Herzens und kann sowohl die Herzkammer als auch die Kranzgefäße und die Hauptschlagader (Aorta) darstellen.

Da man dabei Druckmessungen durchführt, können die funktionellen Eigenschaften des Kreislaufs ebenfalls beurteilt werden. Auf indirekte Weise werden auch Informationen über die Funktionalität der Herzklappen gewonnen.

Mit dem Rechtsherzkatheter erhalten wir Informationen über die rechte Seite des Herzens, nämlich die Druckverhältnisse in der rechten Herzkammer, in den Lungengefäßen und auf indirekte Weise im linken Vorhof (durch die Verbindungen der Kapillargefäße in der Lunge).

Bei diesem Verfahren kann man auch die Blutflussgeschwindigkeit relativ zuverlässig messen, was ein wichtiger Bestandteil  zur Beurteilung von angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen darstellt.

Zeigen sich Verengungen an den Herzgefäßen, können diese aufgedehnt und mit einem dünnen Gefäßgitter (Stent) stabilisiert werden, oft in gleicher Sitzung .

Bei fortgeschrittener Herzerkrankung erfolgt eine gesonderte Befundbesprechung, in der über das weitere Vorgehen beraten wird. Ist eine Aufdehnung wenig erfolgversprechend, wird eine Bypass-Operation in Betracht gezogen. Ebenso kann es vorkommen, dass Herzklappen-Operation notwendig ist; dann stellt die Herzkatheteruntersuchung eine Grundlage für die Planung des operativen Eingriffes dar.

Neben der konventionellen Röntgentechnik kommen in unserem Katheterlabor hochmoderne Untersuchungsverfahren zum Einsatz:

  • FFR - Druckdrahtmessung
  • IVUS (intravasculärer Ultraschall)

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