Schlafapnoe

Schlafapnoe

Bei einer Schlafapnoe kommt es während des Schlafens immer wieder zu längeren Atempausen. Patienten mit Schlafapnoe haben ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  Eine konsequente Behandlung der Schlafapnoe kann daher die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern.

Von einer Schlafapnoe spricht man, wenn während des Schlafens immer wieder die Atmung aussetzt. Diese Atemstillstände dauern zwischen zehn Sekunden bis zu zwei Minuten und treten mehr als fünfmal pro Stunde auf. Wenn die Atmung während des Schlafes wiederholt für längere Zeit aussetzt, sind die Betroffenen tagsüber oft müde und unkonzentriert.

Die häufigste Form der Schlafapnoen ist die obstruktive Schlafapnoe. Dabei erschlaffen die Muskeln des weichen Gaumens während des Schlafens. Als Folge verschließen sich die Atemwege und der Schlafende kann nicht mehr richtig atmen. Diese Atemstillstände führen zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Körpers, der Blutdruck steigt an. Als Alarmreaktion wird die Atmung abrupt wieder aktiviert, der Puls steigt. Der Schlafende wacht dabei meist kurzzeitig mit einem Schnarchgeräusch auf, kann sich jedoch am Morgen häufig nicht mehr an die Schlafunterbrechung erinnern. Durch den wenig erholsamen Schlaf und das häufige Aufwachen sind die Betroffen tagsüber meist sehr müde.

Bei der zentralen Schlafapnoe setzt durch Störungen im zentralen Nervensystem die Atmung aus. Vor allem Patienten mit Herzinsuffizienz leiden oft unter einer zentralen Schlafapnoe.

Schlafapnoe kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen oder verschlimmern

Ein Schlafapnoe erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und plötzlichen Herztod.

Eine Schlafapnoe verschlimmert außerdem eine vorbestehende Herzschwäche  und umgekehrt. Durch eine Behandlung der Schlafapnoe kann auch eine Herzinsuffizienz verbessert werden.

Spezielle Ursachen einer Schlafapnoe sind nicht bekannt. Verschiedene Risikofaktoren können jedoch ihre Entstehung begünstigen, z. B.

  • Übergewicht
  • Behinderung der Atmung durch Polypen, Nasenscheidewandverkrümmung, vergrößerte Rachenmandeln, große Zunge
  • Alkohol, Nikotin, Schlaf- und Beruhigungsmittel
  • Fehlbildungen und Fehlstellungen des Unterkiefers
  • Herzschwäche

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